Bay Area: So vielfältig kann Bier an der US-Westküste sein

Bay Area: So vielfältig kann Bier an der US-Westküste sein

New York und seine Umgebung geben eigentlich den Ton an, wenn es um Brauereien in den USA geht. Doch mit den Jahren hat die Westküste stark aufgeholt. Welches die besten Sorten sind, erfahren Sie hier.

Zur Bay Area in Kalifornien zählen Großstädte wie San Francisco, die Uni-Stadt Berkeley und das pulsierende Oakland. Allen gemein ist ihre hohe Dichte an kleine Brauereien, die die Region seit Jahren mit den unterschiedlichsten Biersorten versorgen. Damit treten sie zwar in Konkurrenz zu einigen Metropolregionen in Nordamerika, die einen guten Ruf wegen ihrer Bierszene genießen. Die deutsche Craftszene jedoch kann sich hier allemal etwas abschauen.

Qualitätsgarantie durch Reinheitsgebot

Hinter dem Crafttrend steckt das Bestreben, Gemüse und Obst selbst anzubauen, sein Pullis und Socken selbst zu stricken und eben auch sein Bier selbst zu brauen. In den USA haben Gastronomen dort seit Jahren freie Hand. Den Deutschen steht dabei das Reinheitsgebot im Weg. Seit dem 20. Jahrhundert wird damit die Vorstellung bezeichnet, dass Bier nur aus Hopfen, Malz, Hefe und Wasser hergestellt werden sollte. Was wirklich als Bier deklariert werden darf, regelt die Bierverordnung von 2005. Die darin enthaltenen Bierherstellungsvorschriften sind maßgeblich. Besonders streng sind sie in Bezug auf in Deutschland hergestelltes Bier. Alles, was importiert wird, muss die Regeln nicht erfüllen. Eine Ausnahmeerlaubnis können sich auch deutsche Brauerei holen, die für den Export oder „besondere Biere“ produzieren.

Diese Regelungen führen einerseits dazu, dass das deutsche Bier weltweit einen guten Ruf hat, andererseits leidet die Vielfältigkeit. Anders in der Bay Area. Hier gibt es Ausschänke, die mehr als 50 verschiedene Biersorten anbieten.

Die interessantesten Biere von San Francisco bis Alameda

Die Marin Brewing Company mit Sitz in Larkspur (Marin County, nördlich von San Francsico) ist bekannt für ihr Three Flowers IPA. Hinter IPA steht Indian Pale Ale, gemeint ist damit ein stärker ein gebrautes Pale Ale. Das wiederum wird aus hellem Malz gebraut. Seinen Ursprung hat es in England und Schottland. Die 12st Amendment Brewery aus San Francisco überzeugt durch ihre saisonalen Biere, so gibt es zur Weihnachtszeit ein Ale mit Kardamom-Note. Aus Berkeley stammt das IPA Sea Farmer. Die Brauerei Fieldwork hat dieses IPA nach einer Kurzgeschichte von Jack London benannt. Es soll besonders wegen seiner Noten von Grapefruit beliebt bei den Stammkunden sein.

Zu den Brauereien werden verschiedene Touren angeboten. Die Szene ist so groß, dass sich die Guides mittlerweile nur auf Teile der Bay Area beschränken können. So deckt eine North Bay Brewery Tour den Nordteil der Region ab. Andere Guides führen ihre Gruppen innerhalb bestimmter Stadtgrenzen herum.

Bildquelle: Pixabay, golden-gate-bridge, 388917 1280

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