Berlin: Die Welthauptstadt der Vegetarier

Berlin: Die Welthauptstadt der Vegetarier

Berlin ist nicht nur Currywurst und Döner. In den letzten Jahren hat sich eine große kulinarische Vielfalt entwickelt. Es geht nun vor allem um vegetarisch, vegan und Nachhaltigkeit. Zwar ist der Trend deutschland- beziehungsweise europaweit zu bemerken, allerdings ist Berlin das Epizentrum des Vegetarismus. Das Angebot ist mittlerweile breit gefächert – vom kleinen Fast-Food-Stand bis hin zur „Haute Cuisine“ ist für jeden Vegetarier oder auch Veganer alles zu haben. Mittlerweile sind über 30 vegane und über 300 vegetarische Restaurants und Fast-Food-Stände in Berlin verzeichnet.

Das Bewusstsein für Lebensmittel steigt immer weiter

Die Gründe hierfür sind vielfältig. Die Entwicklung ist aber vor allem auf eine junge kreative Elite zurückzuführen, die es immer mehr wegen der Lebensverhältnisse nach Berlin zieht. Diese jungen Erwachsenen beschäftigen sich viel mehr als früher damit, was sie und ihre Familie für Nahrung zu sich nehmen. Vor allem die Herstellung von Fleischprodukten unter teilweise unwürdigen Verhältnissen für die Tiere stößt vielen sauer auf und sorgt dafür, dass immer mehr auf den Verzehr von Tierprodukten verzichten. Die aktuell, durch Umfragen erstellten Statistiken untermauern diese These.

Neben dem Trend zum Vegetarismus ist zudem der Trend zum Lieferservice zu beobachten. In allen größeren Städten entstehen immer mehr Firmen, die sich auf den Lieferservice spezialisiert haben. So gibt es in Berlin Hunderte Restaurants, die selbst oder durch einen Dienstleister ihre Gerichte ausliefern lassen. Mit groovyveg.de gibt es eine ganz neue Alternative in Berlin. Zu bestimmten Zeiten entstehen an unterschiedlichen Orten Marktstände, an denen Gemüseboxen mit frisch geerntetem Biogemüse erworben werden können. Wer sein Essen lieber geliefert bekommt, kann natürlich auch auf die bekannten Marktführer, wie zum Beispiel pizza.de, die natürlich auch vegetarische Produkte ausliefern, zurückgreifen.

Viele vegetarische Topadressen

Wer nicht zu Hause auf der Couch oder im Hotelzimmer, sondern in besonderer Atmosphäre essen möchte, der geht natürlich noch immer in ein Restaurant. Die Vielfalt an vegetarischen und veganen Restaurants ist in Berlin so groß, dass die Stadt sogar vom bekannten amerikanischen kulinarischen Magazin „Saveur“ zur Welthauptstadt der Vegetarier ernannt wurde. Die Ernennung wird damit begründet, dass Berlin die weltweit größte Anhäufung von den talentiertesten veganen und vegetarischen Chefköchen hat. Zudem habe Berlin eine komplette kulinarische Angleichung was vegetarische und nicht vegetarische Restaurants angeht, erreicht. Unter den vielen überregional bekannten vegetarischen Restaurants gehören das „Cookies and Cream“, in dem schon viele Hollywood-Stars gespeist haben, das „Chipps“, welches Frühstück, Mittag- und Abendessen anbietet und das „Lucky Leek“, welches sogar 100 % veganes Essen anbietet, zu den TOP Adressen. Das Lucky Leek hat es, mit einer Chefköchin Josita Hartanto, sogar in den Michelin-Führer geschafft.

So ist die Auszeichnung Berlins als Welthauptstadt des Vegetarismus nur logisch, denn nirgendwo sonst befinden sich so viele unterschiedliche vegane und vegetarische Restaurants und Essensstände auf so kleinem Raum.

Bild: Thinkstock, 185590930, iStock, SeanPavonePhoto

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