Endlich Ferien! Doch wie gelange ich überhaupt zu dem Urlaubsparadies?

Nachdem ich über das ,,Wo übernachten“ geschrieben habe, beziehe ich mich jetzt auf das ,,Wie“ der Reise. Denn bei aller Urlaubsstimmung muss auch geklärt werden, mit welchen Mitteln man zu dem paradiesischen Ort gelangt.

,,Ich fliege am Montag nach Mallorca.“ Eröffnete mir mein Vater ganz locker, während er seelenruhig seinen Kaffee schlürfte. Ich kippte bald hintenüber vom Stuhl. Mein Vater in einem Flugzeug – undenkbar! Ich erinnere mich an klapprige Wohnwagen und regelmäßige Pannen auf der Autobahn, an – für ein Kind! – langweilige Wandertouren und an seine aufkommende Panik, wenn es darum ging, doch mal woanders hinzureisen, als immer nur zum berühmten Bodensee, der zwar durchaus nett, aber eben auch auf Dauer ziemlich… beständig 😉 ist.

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Seine Flugangst hinderte ihn sechzig Jahre daran, in ein Flugzeug zu steigen und nun hat ihn angeblich mentales, zweijähriges Training dazu gebracht, es doch zu ,,wagen“. ,,Jeder war schon mal auf Mallorca. Nur ich nicht!“ Jammerte mein Vater des Weiteren beim Kaffee und ich blieb sprachlos.

Es ist wichtig, solche Dinge im Vorfeld einer Reise zu klären. Wenn einer beispielsweise so eine Flugangst hat, dass diese es unmöglich macht, zu fliegen, der sollte sich nach einer Alternative umsehen. Viele Inseln kann man ja auch anhand einer Fähre erreichen, was als Reise sicherlich auch seinen eigenen Reiz darstellt.
Jedenfalls sollte man diese Vorbereitung nicht unterschätzen, denn die Reise ist genauso wichtig, wie der Urlaub selber.
Es ist die Aufbruchstimmung, das gefühlte Abenteuer und die Vorfreude, endlich einmal raus zu kommen und seinem tristen Alltag einen neuen, farblichen Anstrich zu verpassen. Und es ist so schade, wenn diese besondere, eigentümliche Stimmung durch die falschen Reisevorbereitungen floppt.

Und manchmal ist es auch toll, wenn man durch eine Reise an seine eigenen Grenzen stößt – und sie überwindet. Wie mein Vater. Der mir drei Wochen später schweißtreibend erklärte, dass der Flug natürlich ganz furchtbar gewesen ist, er aber auch verdammt stolz auf sich sei. Ich war es auch und beglückwünschte ihm zu seinem ersten Flug 😉 .

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