Wochenendtrip in eine Weltmetropole – was sollte ich dabei beachten?

Millionenstädte sind nicht einfach nur groß, nein, sie sind auch derzeit besonders attraktiv auf dem deutschen Reisemarkt. Städtereisen – besonders für ein lumpiges, sehr kurzes Wochenende, sollen eine schnelle Kulturspritze verabreichen, die jedoch nur in die Oberflächlichkeit injiziert wird. Wer sich aber einen genauen Plan macht, der schafft den kulturellen Hürdenlauf auch in zwei Tagen 😉 .

metro©Flickr/mudpig

Erst einmal sucht man sich eine favorisierte Stadt aus. Das ist auch immer eine Frage, was genau man sucht. Sucht man Tradition oder eher modernes Gewusel? Möchte man Werte und architektonische Großartigkeiten oder lieber exklusive Shoppingtour und wilde Partys?
Tropisches Strand- oder rauchiges Kneipenfeeling?

Hat man seine Stadt gefunden, sollte die Reise dorthin genau geplant werden. Am besten sehr früh am Tag hin und sehr spät am Abreisetag zurück. Versteht sich ja irgendwie von selbst 😉 . Aber auch die Übernachtung sollte nicht vor Ort, sondern schon zuhause geregelt werden. Nächtigt man in einem Hotel? Wenn ja, vorher buchen!
Oder schlage ich mich als Backpacker durch? Oder noch besser – suche ich mir ein nettes Hostel?
Auch hier ist es immer eine Frage, was man will. Ist einem Luxus wichtig, dann sollte einem das Hotel nicht zu teuer sein. Wer aber auch mit der spartanischen Möglichkeit zufrieden ist, der sollte sich dieser widmen. Denn es geht hier ja auch um die Besichtigung einer Stadt!

Im Idealfall hat man einen sympathischen Stadtführer, der einem die wichtigsten Hotspots der Stadt zeigt und erklärt. Oder der einem zumindest sagen kann, wo es die nettesten locations gibt und was man in zwei Tagen unbedingt gesehen haben muss, um ein wirkliches Gefühl für die Fremde entwickeln zu können.
Läuft es richtig gut, hat man in der besuchten Stadt Freunde, die einem die Stadt so natürlich besonders nahe bringen können.

Zu guter Letzt bleibt einem nur noch die Abklapperung der wichtigsten Baulichkeiten des Ortes. Oft sind diese nämlich mit den städtischen Merkmalen eng verknüpft. So bekommt man Kultur und geschichtliches Hintergrundwissen in einem mit – und kann nebenbei vielleicht sogar noch schnell die günstigen Converse shoppen gehen, die in Deutschland ja immer noch teurer sind 😉 .

Generell lehne ich diesen Wochenend-Städtereisen-Trend eher ab. Denn ich finde, in zwei Tagen kann man den Puls einer Stadt niemals erfassen – der Takt bleibt einem immer fremd. Ein bisschen Tourist spielen reicht bei weitem nicht aus, um eine Stadt wirklich zu fühlen. Die Eindrücke bleiben so an der Oberfläche haften, womit sich ein Besuch in eine Weltmetropole meiner Meinung nach gar nicht erst lohnt. Ich empfehle da ja schon eher das Auslandssemester in eine solche Millionenstadt, da man hier mitten drin ist im Leben und zusätzlich noch ein paar brauchbare Erfahrungen mitnehmen kann.