Bankräuber in Karlsruhe

Karlsruhe – ein beschauliches Nestchen, in dem man kein trübes Wässerchen vermuten könnte  oder würde, doch der Schein trügt offenbar. Denn ein Räuberpaar trieb über Jahre hinweg dort sein Unwesen.

Sparschwein? Lieber Bankräubern! Flickr/alancleaver_2000

Karlsruhe ist besonders im Winter schön. Besinnlich, überschaubar und ruhig – Karlsruhe hat von der üblichen Großstadthektik nicht viel anzubieten, stattdessen locken alte Trambahnen und romantische Schlossgärten. Jedem, der sich für Deutschlands Städte interessiert, würde ich neben Berlin oder Hamburg auch Karlsruhe empfehlen.

Umso erstaunter war ich, als ich von dem Räuberpärchen hörte, das seit Jahren die Banken in Karlsruhe und Umkreis ausraubt. Ganz in Bonnie-und-Clyde Manier stellten sich die beiden zu zweit gegen den kapitalistischen Rest der Welt und erbeuteten auf diese Weise mehr als zwei Millionen Euro. Die Polizei blieb machtlos – bis sie vor einigen Tagen die Gelegenheit bekamen und sie prompt „nutzten“.

Denn die beiden Räuberlinge sind tot, erschossen. Vor einigen Tagen hieß es noch sehr diffus in den Nachrichten, dass die beiden durch eine Schießerei gestorben seien, wer aber dabei angefangen hat, davon konnte man nichts lesen. Nun heißt es, die Räuber hätten angefangen und die Braut habe sich selbst erschossen.

Eine eigentlich traurige Geschichte, denn wegen eines Banküberfalls müsste eigentlich niemand sterben, wenn es nach mir ginge. Außerdem sympathisiere ich ein bisschen mit den beiden, eben weil sie eine direkte Assoziation zu Bonny und Clyde in mir auslösen 😉 . Mehr dazu findet ihr hier.