Der Bahnhof Atocha in Madrid- Jugendstil trifft auf Moderne

Spanien ist nicht nur ein beliebtes Urlaubsland, das traumhafte Strände zu bieten hat. Die Hauptstadt Madrid ist zudem eine der größten Metropolen Europas, die über viele Sehenswürdigkeiten verfügt. Ein ganz besonderes Bauwerk stellt beispielsweise der Bahnhof Atocha dar.

Die alte Bahnhofshalle fungiert heute als Palmengarten. © Flickr / _nur

Der Atocha Bahnhof in Madrid ist im Zentrum der Stadt gelegen und stellt einen der größten Fernbahnhöfe und einen wichtigen Anlaufpunkt der S-Bahnlinien der Stadt dar. Doch dieser Bahnhof ist nicht nur deshalb ein besonderes Gebäude, weil er einen wichtigen Verkehrsknotenpunkte Madrids darstellt. Auch die Architektur ist etwas ganz Besonderes.

Der Bau des Bahnhofs begann im Jahre 1888 unter der Leitung der Architekten Alberto del Palacio und Gustave Eiffel. Anno 1892 öffneten die Bahnsteige ihre Pforten. Insbesondere die Bahnhofshalle, welche aus dieser Zeit stammt, ist besonders sehenswert, da sie über eine Dachkonstruktion verfügt, welche nach Art des Jugendstils (s.hier) aus Gusseisen und Glas gefertigt wurde. Die Konstruktionen aus besagter Zeit sind äußerlich sehr reizvoll. Ende des 20. Jahrhunderts allerdings musste der Bahnhof dem erhöhten Verkehrsaufkommen angepasst werden. Man beauftragte somit den Architekten José Rafael Moneo damit, einen neuen Bau zu entwerfen. Dieser wurde im Jahre 1992 südlich des alten Bahnhofs errichtet. Seitdem dient die ältere Halle nur noch als Wartehalle. In dieser allerdings verweilen Reisende nicht ungern, wofür nicht nur die interessante Architektur verantwortlich ist. Die Jugendstil-Bahnhofshalle erinnert nun an eine tropische Biosphäre, da ein Palmengarten angelegt wurde.

Gegenwärtig ist der Bahnhof zweigeteilt und relativ mordern. Während die Fernzüge oberirdisch in den Bahnhof fahren, gibt es auch einen unterirdischen Teil, der von Regionalzügen und S-Bahnen genutzt wird. Reisende, welche unterirdisch ankommen, gelangen über einen Tunnel in das Zentrum der Stadt.