Der Senatorenpalast in Rom- ein Rathaus mit langer Geschichte

Rom, heute die Hauptstadt Italiens, war bereits in der Antike als Hauptstadt des römischen Reichs eine Stadt mit großer Bedeutung. Wen wundert es da, dass die so genannte „ewige Stadt“ ein sehr pompöses Rathaus besitzt? Das Gebäude, welches vor allem als „Senatorenpalast“, bzw. „Palazzo Senatorio“ bekannt ist, steht auf dem Kapitolsplatz, welcher ohne Frage einen der bekanntesten Plätze Roms darstellt.

Der Senatorenpalast fungiert heute als Rathaus Roms. © Flickr / Allie_Caulfield

Bereits in der Antike beginnt die bewegte Geschichte des heutigen Rathauses, welches derzeit gleichzeitig als Herberge des Bürgermeisters fungiert. Denn in dieser Zeit wurde der Architekt Lucius Cornelius mit dem Bau eines so genannten Tabulariums beauftragt, einem Gebäude, welches für die Aufbewahrung bedeutender Urkunden ausgelegt sein sollte. Das Aussehen des Bauwerks hat sich jedoch seitdem sehr drastisch verändert. Lediglich der Unterbau des Tabulariums ist heute noch immer erhalten. Der Stil des Bauwerks geht wohl teilweise auch auf eine adlige Familie namens Corsi zurück, welche das Gebäude neu aufbaute und veränderte, nachdem es sich im Mittelalter in einem sehr schlechten Zustand befand. So existieren noch heute die von besagter Familie geschaffenen Ecktürme. Es war allerdings vor allem der berühmte italienische Künstler Michelangelo, welcher zu Zeiten der Hochrenaissance für das noch heute existierende Erscheinungsbild des Hauses sorgte.

Die imposante, mit Löwen-Statuen verzierte Treppe, die so genannte Cordonata (s. hier), welche noch heute auf den Kapitolsplatz und somit zum Rathaus führt, ist beispielsweise eine aus dem 16. Jahrhundert stammende Schöpfung Michelangelos. Auch geht der Brunnen in der Nähe des Gebäudes auf den bekannten Künstler zurück. Die Fassade des Senetorenpalasts, welche im Stile des Barock gefertigt wurde, wurde von Michelangelo in Auftrag gegeben. Die Baumeister Giacomo della Porta und Girolamo Rainaldi allerdings ließen auch eigene Ideen in die Realisierung einfließen. Der Glockenturm wiederum stammt von Martino Longhi dem Älteren, einem päpstlichen Baumeister.