Die Catedral Metropolitan de Buenos Aires- ein bedeutendes Gotteshaus der Katholiken

Buenos Aires ist wohl die bedeutendste Stadt Argentiniens. Sie ist, obwohl sie lediglich etwas mehr als 200 Quadratmeter groß ist, die Hauptstadt der Republik im Süden Amerikas, ist sie doch Teil der größten Metropolregionen Südamerikas. Zudem gilt sie als kulturelles, politisches und industrielles Zentrum des Landes. Ein sehr wichtiges Gebäude der Stadt ist die Catedral Metropolitan de Buenos Aires.

Die Fassade der Catedral Metropolitana ist sehr aufwendig verziert worden. © Flickr / jglsongs

Die Catedral Metropolitan ist zugleich Mutterkirche des Erzbistums und Hauptkirche der Katholiken. Bereits die Fassade des Gotteshauses verrät einiges über die Bedeutung des Gebäudes, da sie äußerst prunkvoll gestaltet ist. Welcher Epoche der Bau zuzuschreiben ist, ist eine Frage, die nicht leicht zu beantworten ist.

Die Catedral Metropolitan geht auf einen sehr einfachen Bau aus Lehm und Holz zurück, welcher allerdings bereits Anfang des 17. Jahrhundert einem anderen Gebäude weichen musste. Dieses war allerdings nicht auffallend stabiler, sodass es bereits dreizehn Jahre nach seiner Erbauung, Anno 1618, erforderlich wurde, es neu zu konstruieren. Zwei Jahre später allerdings gewann das Gebäude besonders an Bedeutung, es wurde zur Kathedrale erklärt. Um diesem Status gerecht zu werden, wurde jedoch beschlossen, das Bauwerk äußerlich erneut aufzuwerten. So wurde im Jahre 1671 der Bau eines dreischiffigen Gebäudes beendet, welches auch auf einen Turm nicht verzichten musste. Doch wiederholt ließ die Qualität der Baumaterialien zu wünschen übrig und eine wiederholte Bauphase wurde eingeleitet. Diese begann im Jahre 1684. Nun entwickelte sich das Gebäude langsam seiner heutigen Form entgegen. Das Kirchenschiff allerdings brach Anno 1752 in sich zusammen. Die Planung der neuen Elemente wurde von dem italienischen Architekten Antonio Masella übernommen. Dieser gestaltete das Gotteshaus größer und versah es mit einer Kuppel, die allerdings bereits im Jahre 1770 neu gebaut werden musste. Diesmal wurde der portugiesische Architekt Manuel Álvarez de Rocha beauftragt. Die Türme wurden entfernt und die neue Fassade von den französischen Architekten Prosper Catelin und Pierre Benoit wurde im neoklassischen Stil, mit Säulen versehen, in den 1860er Jahren fertiggestellt.

Im Inneren der Kirche sind ebenfalls Elemente unterschiedlicher Epochen zu finden. Im frühen 20. Jahrhundert versah man den Boden mit Verzierungen im venezianischen Stil. Sonst dominiert vor allem der Stil der Kolonialzeit (s. hier).

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