Die grüne Zitadelle von Magdeburg- umstrittener Touristenmagnet

Der Name einer der letzten Schöpfungen des berühmten Künstlers Friedensreich Hundertwasser lautet, „Die grüne Zitadelle“ und ist ein wenig irreführend, da das bekannte Gebäude, welches in der Innenstadt Magdeburgs zu finden ist, vorwiegend in der Farbe rosa gehalten ist.

Die Fassade der grünen Zitadelle von Magdeburg ist überwiegend rosa. © Flickr / kogakure

Wie alle Bauwerke, die der Phantasie Hundertwassers entsprungen sind, ist auch die grüne Zitadelle äußerst auffällig, bunt und ausgefallen. Das Gebäude wurde im Jahre 2005 fertig gestellt und steht auf einem Grundstück, welches vorher der Standort eines Plattenbaus aus DDR-Zeiten war. Die Lage des unkonventionellen Bauwerks wird oftmals kritisiert, da die Nähe zum Magdeburger Dom aus Zeiten der Gotik, auffällig ist. Befürworter allerdings schätzen gerade den starken architektonischen Kontrast, welchen die Innenstadt Magdeburgs nun zu bieten hat.

Das Bauwerk stellt das letzte Projekt des österreichischen Künstlers dar und besitzt sogar eine eigene Internetpräsenz (s. hier). Es wird von etlichen bunten Säulen geziert, während das Dach überwiegend mit Gras und Bäumen bepflanzt ist. Sogar aus einigen Teilen der Fassade wachsen Pflanzen, die so genannten „Baummieter“, was den Namen des Bauwerks erklärt. Die grüne Zitadelle hat zwei Innenhöfe, wobei einer mit einem farbenfrohen Springbrunnen ausgestattet ist. Eine weitere Besonderheit des ungewöhnlichen Gebäudes besteht darin, dass es den Mietern gestattet ist, die Bereiche um ihre Fenster herum, also einen kleinen Teil der Fassade, selbst zu gestalten.

In dem großen Gebäude befinden sich vor allem Mietwohnungen, zudem jedoch ein Kindergarten, ein Kabarett, ein Hotel und auch Restaurant, Café und viele kleine Geschäfte laden zum Verweilen ein. Hundertwasser-Fans ist es zudem möglich, mittels einer Führung, Einsicht in das Innere des Bauwerks zu bekommen.