Festung Akershus – ein imposantes Gebäude in Oslo

Norwegen besticht nicht nur durch sein natürliches nordisches Flair. Auch architektonisch hat das Land in Nordeuropa, das von Schweden, Finnland und Russland flankiert wird, einiges zu bieten. Die Festung Akershus beispielsweise ist in der Hautstadt Oslo, idyllisch auf der Halbinsel Akersnes gelegen und stellt ein beeindruckendes Schloss dar, welches man gesehen haben sollte.

Die Festung Akershus stellt ein Highlight Oslos dar. © Flickr / jimg944

Als Schöpfer der Festung Akershus ist in gewisser Weise König Håkon V. (s. hier) zu sehen. Er war es nämlich, der den Bau veranlasst hatte, welcher im 13. Jahrhundert durchgeführt wurde. Heute beherbergt das beeindruckende Gebäude ein Museum, welches das Norwegische Widerstands-Engagement im Zuge des Zweiten Weltkrieges dokumentiert. Da auf dem Areal des Schlosses während des Zweiten Weltkrieges norwegische Soldaten ums Leben kamen, wurde ihnen hier mittels Ausstellung und Monument, ein Denkmal gesetzt. Zudem nutzt die Regierung Norwegens die imposanten Räumlichkeiten im Inneren des Bauwerks, um Staatsgäste in einem repräsentativen Ambiente empfangen zu können.

Das heutige Erscheinungsbild des Gebäudes wurde drastisch von Christian IV., einem späteren König von Dänemark und Norwegen geprägt, welcher veranlasste, dass die aus dem Mittelalter stammende Burg, in ein Renaissanceschloss umgebaut wurde. Unter der Leitung jenes Staatsoberhauptes wurde zudem die Befestigungsanlage ausgebaut. Dass das Schloss später, 1726-1734, als Gefängnis fungieren würde, hätte der Bauherr wahrscheinlich nicht vermutet. Das Gebäude jedoch bot ideale Voraussetzungen um Wilhelm Adolf zu Rantzau, welcher beschuldigt wurde, seinen Bruder, den Reichsgrafen Christian Detlef zu Rantzau ermordet zu haben, in Gewahrsam zu nehmen.

Ein Highlight des Schlosses stellt die Krypta dar, welche die sterblichen Überreste norwegischer Könige bewahren soll. Diesen Zweck erfüllt sie allerdings noch nicht sehr lange, was erklärt, dass in ihrem Inneren bisher lediglich zwei Königspaare bestattet wurden.