Johannesburg in Südafrika ist die „Stadt des Goldes“

Da ich des Winters im Moment überdrüssig bin, dachte ich mir, reisen wir gedanklich dem Sommer hinterher: nach Afrika, dem schwarzen Kontinent.

Johannesburg ist ein gefährliches, afrikanisches Pflaster © Flickr/Mister-E

Genau genommen nach Südafrika, wo wir die ihre größte Stadt besuchen: Johannesburg. Der Name klingt, für Afrika, erst einmal ernüchternd. Es ist auch nicht geklärt, woher dieser eher niederländische Name eigentlich stammt. Trotz ihres seltsamen Namens, ist sie sehr groß: Mit ca. 3, 25 Millionen Einwohnern hat die Metropole einiges an Gesichtern und Geschichten zu bieten.

Sie ist nicht nur die größte Metropole von ganz Afrika, sondern auch die Hauptstadt der Provinz Gauteng. „Joburg“, wie die Einheimischen ihre Heimat zärtlich betiteln, lebt auch heute noch stark vom Gold. Und heißt in Insider-Gesprächen gerne auch mal ,,die Stadt des Goldes“.

Touristen halten sich in Johannesburg trotzdem meistens nur bis zu drei Tagen auf, denn sie ist mehr das Tor zu Afrika, eine Einladung, mehr zu entdecken, als eine glitzernde Stadt, die mit vielen Attraktionen und Sehenswürdigkeiten aufwartet.
Im Gegenteil. Für Gäste gilt: Nur im Stadtzentrum verweilen und sich lieber nicht die ärmeren Gegenden anschauen. Denn Johannesburg ist die gefährlichste Stadt der Welt. Das Leben ist in Johannesburg oftmals ein eher mörderisches.

Die hohe Kriminalitätsrate hatte vor Jahren einmal zur Konsequenz, dass mehr Menschen ermordet wurden, als bei einem Verkehrsunfall umzukommen. Deshalb griff die Politik drastisch ein: mit Überwachsungskameras. Nirgendwo kann man abtauchen oder verschwinden, Johannsburg „is watching you“. Das ist zwar ein irgendwie ungutes Gefühl im Bauch, aber hat für eine geringe Verbesserung der wirklich dramatischen Situation gesorgt.

Da unsere heut besuchte Metropole in Südafrika liegt, herrschen dort genau die gegenüberliegenden Jahreszeiten, als zu Europa. Das heißt, dort ist gerade Sommer, während wir hier in unseren Hütten kauern und verzweifelt auf den Frühling warten 😉 .

Wer eine Reise dorthin plant, sollte sich unbedingt das „diamond building“ sehen. Es ist nicht nur ein außergewöhnliches Bauwerk, sondern ein Statement. Es ist durch den Reichtum entstanden, durch die neu sortierten Machtverhältnisse, aufgrund des Diamanten-Rausches. Außerdem erinnert die Architektur mit seinen vielen Fenstern auch oft an einen Diamanten. Und hier findet ihr noch ein paar weiterführende Informationen.