Kinkaku-ji- der goldene Pavillon-Tempel

Der eigentliche Name des buddhistischen Tempels, welcher im Stadtbezirk Kita-Ku, im nordwesten der japanischen Stadt Kyoto gelegen ist, nämlich „Rokuon-ji“ („Rehgarten-Tempel“), lässt nicht annähernd die Pracht der heiligen Stätte erahnen. Dies ist wohl der Grund dafür, dass das Bauwerk vor allem als „Kinkaku-ji“ bekannt ist, was übersetzt „Goldener-Pavillon-Tempel“ bedeutet und die Schönheit des Gebäudes sehr viel treffender zum Ausdruck bringt.

Die oberen Etagen des Goldenen-Pavillon-Tempels sind mit Blattgold bedeckt. © Flickr / beggs

Kyoto ist bekannt für seine kulturelle Bedeutung. In der Stadt finden sich viele traditionelle Bauten wie Tempel und Schreine. Wieviele bedeutende Gebäude Japans in und um Kyoto zu finden sind, lässt sich erahnen, wenn man erfährt, dass ganze 14 dieser Gebäude, unter anderem der Goldene-Pavillon-Tempel, im Jahre 1994 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurden.

Der Kinkaku-ji ist ein besonderer Touristenmagnet. Er ist das meistfotografierte Bauwerk Kyotos. Das Gebäude wurde im Jahre 1397 erbaut und diente vorerst als Herberge des Shoguns Ashikaga Yoshimitsu. Erst nach dem Ableben des Samurai-Anführers wurde das Bauwerk zusammen mit weiteren Gebäuden auf dem gleichen Grundstück zu einem Zen-Tempel umfunktioniert. Mitte des 20. Jahrhundert allerdings, im Jahre 1950, fiel der Pavillon dem Anschlag eines buddhistischen Mönchs zum Opfer und brannte nieder. Schon fünf Jahre nach dem Brand wurde das Gebäude allerdings wieder errichtet.

Der Pavillon besitzt drei Etagen, wobei der obere Abschnitt des Hauses mit Blattgold verziert ist. Der Tempel ist als Pfahlbaukonstruktion, direkt an einem Teich und inmitten vieler Bäume gelegen, was die Idylle komplettiert. Besucher schwärmen insbesondere von dem Bild des Tempels, welches sich im so genannten Spiegelsee spiegelt. Das Betreten des Tempels ist Außenstehenden leider nicht gestattet.