Millionenstädte tragen als Weltmetropolen große Verantwortung

Millionenstädte sind ,,in“. Beliebt. Von Stadt zu Stadt zu jetten, sich zwischen den Metropolen wie zwischen Türangeln zu bewegen, gilt als angesagt und zeitgemäß. Doch was das den Metropolen eigentlich kostet, das vergessen die meisten.

Die Infrastruktur einer Stadt muss funktionieren © Flickr/*Solar ikon*

Eine Metropole ist nicht nur eine Anhäufung vieler Möglichkeiten, Hochhäusern und hupenden Autos. Eine Metropole wird aus einem sensiblen Geäst aus vielen kleinen Objekten zusammen gehalten. Die Infrastruktur muss funktionieren, es müssen genügend Arbeitsplätze geschafft und ausreichende Wohnungen gebaut werden.

Doch dabei harkt es oftmals bei den großen Menschenansammlungen. Oft leiden diese riesigen Städte unter massiven Problemen. Einerseits herrscht in den allermeisten Weltmetropolen unseres Globus´eine ausufernde Landflucht. Das bedeutet konkret, dass viele Menschen aus den ländlichen Gegenden in die verführerischen Hauptstädte pilgern, in der Hoffnung auf ein besseres Leben.

Sie suchen nach einem gut bezahlten Job, einer schönen Wohnung… und mit ihnen suchen Millionen von Menschen danach. Die meisten Städte können diesen Menschenmengen nicht Stand halten und somit leiden die Ballungsräume unter großer Armut und Obdachlosigkeit.

Aber auch die Umwelt hat unter den schnell anwachsenden Betonwelten stark zu leiden. So ist auch für die kommenden Jahrzehnte kein Ende in ihrem Wachstum in Sicht. Schon jetzt gibt es mehr als 300 Millionenstädte auf unserem Planeten. Und täglich werden es mehr. Auf diesen Zentren liegt also eine große Verantwortung: Sie müssen oftmals unfreiwillig die landestypische Kultur repräsentieren, müssen als politisches und wirtschaftliches Zentrum fungieren und auch noch irgendwie ,,Spaß“ machen. Den Bürgern gerecht werden. Und den Anforderungen vom gefühlten Rest der Welt.

Apropo der gefühlte Rest der Welt: Die Städte können sich nicht aus der großen Weltpolitik zurück ziehen, sie sind gezwungen, mitzumischen und mittendrin zu bleiben. Sie müssen Meinungen vertreten, Gesicht zeigen (und vor allen Dingen wahren 😉 ) und Verantwortung übernehmen.

Deshalb heute auch mein Beitrag: Der soll nämlich nur einmal kurz daran erinnern, dass eine Stadt aus dem gemacht ist, was sie bewohnt. Den Menschen selbst. Vielleicht sollten wir daran einmal kurz denken, wenn wir aus dem Flugzeug steigen, uns einer neuen Stadt und ihrer Leidenschaft hingeben. 🙂 Wikipedia beschreibt die Definition einer großen Verantwortung, dem Umweltschutz nämlich, übrigens ganz gut.