Reiseanbieter verklagen?!

Stell dir einmal vor: Du bist mit deiner Freundin im Urlaub und einer der schokohautfarbenen, durchtrainierten Männer vom Strand spannen sie dir aus. Hast du dir schon einmal überlegt, dafür den Reiseanbieter verantwortlich zu machen? Ihn zu verklagen? Nein?

Es gibt doch immer was zu meckern... © Flickr/f650biker

Urlaub ist eine tolle Sache. Meistens. Aber wenn der Strand zu sandig ist und das kulinarische Essen zu fremdartig, ja, tja, dann könnte es schon etwas schwierig werden. Aber wieso die ganze Last allein aufbürden? Geteiltes Leid ist doch bekanntlicherweise halbes Leid… also, warum denn nicht einfach den Anbieter verklagen? Immerhin hätte er über solche Risiken warnen müssen.

Da klagt zum Beispiel eine Frau, dass sie und ihr Mann ein Bett mit einem Doppelbettzimmer bekamen, anstatt das gebuchte Zimmer mit zwei Einzelbetten. Nun sei sie schwanger und sie machte den Reiseanbieter dafür verantwortlich. Das wäre nicht passiert, hätten sie die Einzelbetten bekommen.

Ein anderer Herr klagte, dass er einen erregten Elefantenbullen gesehen habe. Das geschah auch noch in seinen Flitterwochen, weshalb er danach erhebliche Schwierigkeiten mit seinem…. äh… „Selbstwertgefühl“ bekam.

Mutig ist aber auch die Frau, die den Anbieter verklagte, da am Strand andere Frauen sich oben ohne sonnten. So etwas, befand die Frau, sollte verboten werden. Denn ihre Reise sei versaut gewesen aufgrund der Tatsache, dass ihr Mann sich immerzu andere Frauen besah.

Na? Überlegst du auch schon, ob du da nicht einen vermiesten Urlaub hattest? Ich kann mir den Richter gut vorstellen, der bei all jenen Sitzungen fragend eine Augenbraue nach oben zog und sich am Bart kratzte, den Richterhammer schwenkte und die Staatspsychologin bat, doch mal den Geisteszustand zu überprüfen.
Das wäre zumindest vernünftig gewesen.

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