San Zaccaria- heute beeindruckende Kirche, ehemals bedeutendes Kloster

Venedig ist eine Stadt im Wasser. Sie ist somit ohne Frage etwas ganz Besonderes. Hier gibt es Kanäle an Stelle von Straßen und über 100 Inseln, auf denen die Gebäude stehen. Das Bild dieser einzigartigen Stadt ist zudem von unzähligen Kirchen geprägt. Eines dieser Gotteshäuser ist die San Zaccaria im Bezirk Castello, dem größten Stadtteil von Venedig.

San Zaccaria besitzt eine äußerst dekorative Fassade. © Flickr / Gaspa

San Zaccaria zählt zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Castellos. Die Kirche, welche genau genommen aus zwei Komplexen besteht, die allerdings ineinander übergehen, ist dem heiligen Zacharias geweiht. San Zaccaria ist dadurch, dass sie ehemals im Besitz eines der reichsten und bedeutendsten Nonnenklöstern der Stadt war, ein Bauwerk mit großem Ansehen. Besagtes Kloster wurde aller Wahrscheinlichkeit lange Zeit dafür genutzt, gut gestellte, nicht verheiratete Töchter venezianischer Herkunft unterzubringen.

Der ältere Bau, welcher kleiner ist, als der neuere, stammt aus dem Jahre 1440. Besonders auffällig ist die dekorative Fassade des Gebäudes. Sie ist nicht etwa die Schöpfung eines einzigen Künstlers. Sie geht sowohl auf Antonio Gambelli als auch auf Mauro Codussi, einen Architekten der Frührenaissance zurück. Der Bau begann im Jahre 1458. Fertiggestellt wurde die Stirnseite der Kirche allerdings erst nach 1483. Der neuere Komplex des Gotteshauses entstammt der Epoche der Gotik, was jedoch lediglich durch seine Höhe ersichtlich wird. Architektonische Verzierungen aus Zeiten der Renaissance dominieren den Gesamteindruck der Kirche.

Doch nicht nur die äußere Erscheinung San Zaccarias ist etwas Besonderes. Im Inneren der Kirche findet sich ein bekanntes Gemälde des berühmten venezianischen Malers Giovanni Bellini (s. hier). Bellinis Sacra Conversazione wurde im Jahre 1505 fertiggestellt, stammt somit ebenfalls aus Zeiten der Renaissance und beeindruckt vor allem durch seine strahlenden Farben und den entstehenden Eindruck der Plastizität.