Schloss Schönbrunn- imperiale Anlage und Weltkulturerbe

Wien, die Hauptstadt Österreichs, ist bekannt für ihre Prachtbauten. Das Schloss Schönbrunn, welches in mitten eines großen Parks gelegen ist und sich im Bezirk Hietzing findet, stellt sogar eines der berühmtesten Kulturgüter des Landes dar. Das Gebäude hat eine lange und interessante Geschichte. Im Jahre 1996 erklärte die UNESCO das Prunkhaus, nicht zuletzt aus diesem Grund, zum Weltkulturerbe. Heute steht es somit unter Denkmalschutz.

Die Fassade des Schlosses Schönbrunn ist heutzutage gelb. © Flickr / DHausBT

Bereits im 17. Jahrhundert begann der Bau des Schlosses. Beauftragter für Planung und Bauvorhaben war vorerst Johann Bernhard Fischer von Erlach. Der mittlere Abschnitt des so genannten Jagdschlosses wurde im Jahre 1700 erstmals bewohnt. Fertig war das Gebäude allerdings noch lange nicht und der Bau kam aus finanziellen Gründen vorerst zum Erliegen. Erst auf Wunsch Maria Theresias (s. hier), der Tochter des Kaisers Karl VI., wurde das Schloss zuerst mit Hilfe des Architekten Nicolaus Pacassi, dann unter der Leitung von Johann Ferdinand Hetzendorf von Hohenberg in den Jahren ab 1740 bis Ende der 1770er Jahre, immer wieder ausgebaut und umgebildet. Nennenswert ist zudem die Umgestaltung der Fassade, zwischen 1817 und 1819 durch Johann Aman, welcher Rokoko-Elemente von Picassi entfernte. Bei einer umfassenden Restaurierung, welche im Jahre 1869 begann, wurden allerdings einige Rokoko-Elemente im Inneren des Schlosses ergänzt bzw. neu hergestellt.

Im Innern des Schlosses finden sich heute ganze 1.441 Zimmer. Das Schloss ist nun Eigentum des Staates, birgt ein Museum und wird nicht zuletzt aufgrund seiner atemberaubenden Lage, inmitten eines großen Schlossparks, jedes Jahr von etwa 1,5 Millionen Touristen, bzw. interessierten Einwohnern Österreichs, besucht. Allerdings werden einige der Räumlichkeiten auch an Privatpersonen vermietet. Verwaltet wird das Gebäude seit 1992 von der Schloß Schönbrunn Kultur- und Betriebsges. m. b. H.