Singapur im Spielrausch

Singapur war schillernd und bunt, doch gleichzeitig ein wenig versnobt und spießbürgerlich – zumindest was Gesetzteslagen anbelangte. Doch die Krise lockt so manches Kaninchen aus dem Schlupfloch heraus.

Singapur Flickr/Allie_Caulfield

Glücksspiel ist eine in der ganzen Welt umstrittene Sache. Währenddessen Las Vegas als zivilisierte Oase aus einer Wüste leuchtet und mit Spielbuden, Glitzerwelten, prunkvollen Sälen und verheißungsvollen Spielen liockt, ist Singapur eine vergleichsweise eher depremierte Stadt, die zwar eine aufregende Kultur, interessante Sehenswürdigkeiten, ein lebhaftes Straßenbild und wundersame Menschengeschichten aufwartet, aber trotzdem in moralisch verwerflichen Dingen so gut wie nichts zu bieten hat. Doch mit der globalen Weltwirtschaftskrise ist das wohl vorbei…

Singapur hat nämlich beschlossen, es großen Metropolen gleichzutun und eröffnet die ersten beiden großen Casinos in der Stadt. Eine Sensation, wo Glücksspiel bisher als verboten galt. Doch das zwielichtige Geschäft hat im Zuge der Krise eine bessere Chance, verspricht es doch den wahren Geldsegen der Touristen – und der händereibenden Einheimischen.

Also ein Akt der Verzweiflung?
Wohl kaum. Glücksspiel in Singapur ist nicht, als ob ein bezopftes Schulmädchen plötzlich nachts auf der Reeperbahn Puppen einkaufen gehen möchte, nein, so nicht. Singapur ist eine laute, lebensbejahende Stadt, wild, ungezähmt und pulsierend. Insofern passen Casinos sehr gut in eine neu aufblühende Stadt und insofern muss man der Krise wohl danken.
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