Széchenyi-Kettenbrücke – ein Wahrzeichen Budapests

Budapest ist eine bedeutende Stadt. Sie ist nicht nur die Hauptstadt Ungarns, sondern gilt zudem als neuntgrößte Stadt der europäischen Union. Da Budapest idyllisch an der Donau gelegen ist, verwundert es nicht, dass mehrere Brücken den Fluss überspannen. Insgesamt sind es neun an der Zahl, wobei die Kettenbrücke die älteste und wohl schönste besagter Bauwerke ist.

Auf der Kettenbrücke in Budapest wird man von Löwenstatuen begrüßt. © Flickr / Rodefeld

Die Hängebrücke, welche 1849 nach einer zehn Jahre währenden Bauphase eröffnet werden konnte, heißt auf Ungarisch „Széchenyi Lánchíd“ und wurde nach dem Grafen István Széchenyi benannt. Dieser war ein bedeutender ungarischer Staatreformer, welcher den Bau der Kettenbrücke anordnete. Die Brücke wurde im klassizistischen Stil (s. hier) errichtet, ist eines der bekanntesten Bauwerke Budapests und stellt noch heute eine wichtige Verbindung zwischen dem Pester und dem Budaer Teil der Stadt dar.

Die Budapester Kettenbrücke ist auf den ersten Blick äußerst imposant. Nicht nur die vier Löwenstatuen, welche aus dem Jahre 1885 stammen und den Verkehrsteilnehmern an den Enden der Brücke entgegenblicken, sind beeindruckend. Sofort stechen die zwei großen Stützpfeiler, in Form großer bogenförmiger Tore ins Auge, welche dem Bauwerk seine Stabilität verleihen. Die Pfeiler besitzen, abgesehen von den großen, 6,50 Meter breiten Durchlassen, welche den Verkehr ermöglichen, jeweils zwei Öffnungen im oberen Abschnitt. Diese beherbergen eine insgesamt 375 Meter lange Kette aus Eisen, welche den Überweg erst zu einer Kettenbrücke macht.

Die Széchenyi-Kettenbrücke wurde zu Zeiten gebaut, in denen das Verkehrsaufkommen nicht annähernd mit dem heutigen vergleichbar war. Das Auto wurde erst später erfunden, dann allerdings, im Zuge der Industrialisierung wurde es von immer mehr Menschen genutzt. Dies hatte auch Auswirkungen auf die Kettenbrücke. Anno 1915 wurde sie mittels 5000 Tonnen Stahl umgebaut, um den neuen Anforderungen gerecht zu werden. Ein weiterer Wiederaufbau wurde anno 1949 nötig, nachdem die Brücke im Jahre 1945, im Zuge des Zweiten Weltkriegs, beschädigt worden war.