Tokio im Weihnachtsfieber

Weihnachten steht, naja, nach den Supermärkten und der Weihnachtsbeleuchtung zu urteilen, schon recht bald vor der Tür.

Weihnachtsstimmung 😉 © Flickr/laurenatclemson

Bei uns in der Stadt, Hamburg, da geht das Dekorieren jetzt schon kräftig los. Die Weihnachtsbeleuchtungen funkeln durch die nächtlichen Straßen und hinter vielen Zimmern leuchten schon die Weihnachtssterne.
Das kann man nun finden, wie man will. Man kann sich darüber raufregen, sich ärgern, dass das Weihnachtsfest seine Seele verliert – oder aber man könnte nach Tokio zu fahren, um Weihnachten mal mit so richtigen Antichristen zu verbringen.

In Tokio fängt Weihnachten immer schon sehr früh an. Schon mitten im Herbst singen die plastenen Schneemänner „let it snow“, was genauso falsch ist wie das glänzende Lächeln auf seinem Gesicht, denn in Tokio, nunja, schneit es eigentlich nie. Überall singen und blinken die Figuren aus Plastik, ganz Tokio scheint zu einer weißroten Weihnachtsbühne mutiert zu sein und alle sind in freudiger Erwartungshaltung. Woher dieser kommerzielle „Zauber“ wohl herrührt? Die USA scheint da ein ganz schlechtes Vorbild für die japanische Stadt zu sein.

Weihnachten bedeutet hier, zu feiern. Und zwar wild und hemmungslos. Außerdem wird in dieser Zeit die Sache mit den Beziehungen nicht mehr so ganz ernst genommen, man wechselt häufiger den Partner oder beginnt überhaupt erstmal eine. Hauptsache „haben“. Haben beruhigt bekanntlich ja. Weihnachten ist hier also eher eine schillernde Zeit aus Plastik, hat mit dem berühmten Fest der Liebe überhaupt nichts mehr zu tun, außer, dass ihm die Schlagworte abgekupfert wurden.

Also, falls ihr mal wieder über den deutschen Weihnachtstumult in Unmut geratet – bucht doch mal einen Kurztripp nach Tokio über die Weihnachtszeit! 😉 Mehr zu der Stadt weiß natürlich auch Wiki.