Das Albertinum in Dresden – Vom Waffenarsenal zum beliebten Museum

Das Albertinum in Dresden ist ein ehemaliges Zeughaus, das vor mehr als hundert Jahren als Museum umfunktioniert wurde. Es befindet sich in Dresden und bezaubert unter anderem durch seine überragende Architektur.

Dresden ist die Hauptstadt des Bundeslandes Sachsen, in Deutschland. Von der Semperoper bis zum Zwinger bietet Dresden seinen Besuchern eine Vielzahl architektonischer Meisterleistung. Das Albertinum in Dresden lässt sich den Bauwerken der Renaissance zuordnen und verbirgt eine lange Geschichte hinter seiner Fassade.

Das Albertinum in Dresden – Die Geschichte

Das Albertinum Dresden wurde im 16. Jahrhundert als sogenanntes Zeughaus errichtet. Es handelte sich um einen imposanten Renaissancebau, der über die deutschen Grenzen bekannt war, denn das Albertinum in Dresden war eines der größten und bekanntesten Waffenarsenale Europas. Im Jahre 1740 gestaltete der Kurfürst Friedrich August die Fassade des imposanten Renaissancegebäudes, im Stile des Barockes, um. Während des sieben jährigen Krieges, wurde das Albertinum Dresden geplündert und verlor dadurch seine eigentliche Funktion als Waffenarsenal, daher entschloss man sich das Gebäude als Museum zu nutzen. Für die Umgestaltung des alten Zeughauses, wurde der Oberlandbaumeister Carl Adolph Canzler beauftragt. Er gestaltete die Fassade mit Sandstein, im Stile der italienischen Hochrenaissance um und strukturierte das Bauwerk im Sinne eines Museums um. Mit dem 1889 abgeschlossenem Umbau, erhielt das alte Zeughaus seinen jetzigen Namen, der auf König Albert zurückgeht. Schon nach kurzer Zeit etablierte sich das Albertinum Dresden zwischen den renommierten Museum dieser Zeit. Bekannt wurde es vor allem für seine überragende Plastik –  Ausstellung. Im Zuge der Bombardierung Dresdens, während des zweiten Weltkrieges, wurde das Museum stark beschädigt und verlor einen Großteil seiner Ausstellungsstücke an die Sowjetunion. Ungefähr zehn Jahre später wurden einige der Skulpturen, aber auch andere Kunstwerke, auf Grund von Platzmangel in dem Albertinum Dresden verwahrt. Seit dem hat sich die Kunstsammlung des damaligen Zeughauses stetig erweitert und präsentiert sich in neuem Glanz.

Das Albertinum Dresden ist eines der geschichtsträchtigsten Bauwerke Dresdens und zieht seit Jahren Besucher aller Herren Länder in seinen Bann. Entdecken Sie die Geschichte dieser überragenden Sehenswürdigkeit und bewundern Sie die Kunstschätze des imposanten Museums.

2 comments

  1. Seit der Wiedereröffnung des Albertinums am 20. Juni 2010 bietet sich Museumsbesuchern und Architekturliebhabern ein neues Kleinod in der Elbestadt. Der Berliner Architekt Volker Staab hat das Gebäude um neue Depoträume erweitert, die in einer „schwebenden“ Konstruktion über den großen Innenhof eingehängt wurden. Das Resultat lässt staunen: das Albertinum besticht durch großzügige Raumfolgen und ist ebenso funktional wie ästhetisch anspruchsvoll. Im Zusammenklang mit den herausragenden Kunstsammlungen ist das Albertinum eine Reise nach Dresden wert. Spannende Führungen über die neue Architektur des Albertinums und durch die dort untergbrachten Museen bietet Kunsttour Dresden an.

  2. Das Albertinum beherbergt mit den ‚Neuen Meistern‘ und der ‚Skulpturensammlung‘ Kunstobjekte der letzten zweihundert Jahre. Infolge der Ausstellung zur ‚Entarteten Kunst‘ (ab 1937) büßte die Sammlung einen Kernbestand zur Malerei des frühen zwanzigsten Jahrhunderts ein. Dazu kamen erhebliche Kriegsverluste. Diese Lücken werden kaum zu schließen sein. Doch hat die Sammlung mit Dauerleigabe von 41 Gemälden Gerhard Richters im Jahr 2004 und der Wiedereröffnung des Albertinums im Juni 2010 inzwischen einen neuen Schwerpunkt erschlossen: Das Albertinum ist das dringend benötigte Portal zur Zeitgenössischen Kunst in Dresden geworden!