Der Drei-Schluchten-Damm in China

Der Drei-Schluchten-Damm in China ist eine gigantische Talsperre und Schleusenanlage. Er staut das Wasser des Jangtsekiang für das größte Wasserkraftwerk der Welt.



Seit jeher war es der Traum chinesischer Herrscher den längsten und zugleich unberechenbarsten Strom Chinas, den Jangtsekiang, zu bändigen. Erst im Jahr 1993 gelang es den Grundstein für ein solches Großprojekt zu legen. Die Hauptaufgabe des Drei-Schluchten-Dammes sollte es sein, China vor Hochwasserschäden zu schützen.

Imposante Ausmaße: Der Drei-Schluchten-Damm in China

Im Jahre 2008 wurde der Drei-Schluchten-Damm fertiggestellt und das Wasserkraftwerk vollständig in Betrieb genommen. Seit jeher ist das Wasserkraftwerk mit seinen 18.200 Megawatt und seinen 26 Turbinen das leistungsfähigste der Welt. Der dadurch entstandene Stausee erstreckt sich durch drei Schluchten über 600km. Der Staudamm selbst ist 2335m lang und 185m hoch (über dem Meeresspiegel).

Vorteile der riesigen Talsperre im Jangtsekiang

Neben dem Schutz vor verheerenden Hochwassern, bietet die riesige Staumauer weitere Vorteile.
So kann der Drei-Schluchten-Damm mit seinem Wasserkraftwerk die Energieerzeugung in den umweltschädlichen Kohlekraftwerken zumindest teilweise kompensieren. Außerdem erhält der Jangtsekiang durch Staudamm und -see einen gleichmäßigeren Wasserstand und ist somit besser schiffbar.

Kritiker des damaligen Bauvorhabens

Als das Bauvorhaben des Drei-Schluchten-Dammes öffentlich wurde, äußerten sich nicht nur positive Stimmen. Die Regierung untersagte allerdings jegliche öffentliche Kritik zum Projekt innerhalb des Landes. Die Staudammgegnerin Dai Qing musste wegen der Veröffentlichung eines kritischen Buches für 10 Monate ins Gefängnis und erhielt Publikationsverbot. Der Bau der Talsperre wurde zwar 1993 im Volkskongress genehmigt, allerdings nur mit einer Zweidrittel-Mehrheit. Ein Negativrekord in der chinesischen Geschichte.

Kritik am Drei-Schluchten-Damm

Kritiker des Milliardenprojektes bemängeln auch heute noch, dass die beiden Hauptaufgaben des Drei-Schluchten-Dammes im Widerspruch zueinander stehen. Um den Hochwasserschutz zu gewährleisten müsste das Staubecken auf einem möglichst niedrigen Wasserstand gehalten werden, für eine optimale Energieerzeugung ist jedoch ein möglichst hoher Wasserstand erforderlich.

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