Toilette auf japanisch

Die Japaner haben nicht nur in der Elektrobranche die Nase vorn, sondern auch bei der Entwicklung von Sanitäranlagen. Trotz des ähnlichen Standards in Deutschland und Japan, unterscheiden sich diese Länder in einem Punkt ganz besonders: Beim Toilettengang. Bei einem Aufenthalt in Japan kann man feststellen, dass es nicht nur Luxus-Handtaschen, sondern auch Luxustoiletten gibt!!!
Dieser, für Europäer doch eher ungewohnte, Luxus zeichnet sich durch besondere Zusatzfunktionen aus, die alle durch ein Display an der Seite auszuwählen sind. Ein Beispiel: Sie befinden sich in einer öffentlichen Toilette und möchten unangenehme Nebengeräusche vermeiden? Praktischerweise produziert die Toilette angenehme Flussgeräusche und übertönt alles andere völlig. Zudem gehört die, in Deutschland eher selten vorhandene, automatische Sitzreinigung zur normalen Grundausstattung.

Befindet sich die Toilette in der ganz oberen Preisklasse, bereichern auch noch diverse andere Geräuschkulissen die Toilettenszenerie. Der extra Gesäßwärmer gehört dann ebenfalls zur Ausstattung dazu, genauso wie der automatische Deckelöffner. Und wer auf keine Form des Komforts verzichten möchte, für den ist auch noch eine Massagefunktion in diesem Angebot vorhanden. So wird der Toilettengang in Japan zu einem außergewöhnlichen Erlebnis für alle Sinne. (=
Die Kehrseite dieses luxuriösen Toilettentraums, das ganz normale Loch im Boden, ist in Japan eher seltener der Fall, obwohl es in anderen Teilen Asiens immer noch weit verbreitet ist. Aber schon der Besuch einer kleinstädtischen Bahnhofstoilette in Deutschland dürfte Japaner in einen schockähnlichen Zustand versetzen. Mit ihren Toiletten setzen die Japaner ganz neue Standards. Vielleicht sollte sich Deutschland ein Beispiel daran nehmen.

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