Islamische Länder werden im Jahre 2009 bei Touristen wieder beliebter

Das Jahr neigt sich dem Ende zu und bevor wir uns dem neuen zuwenden, sollten wir vielleicht einen Schulterblick zurück werfen. Einen ziemlich langen, riskierten Blick zurück ins Jahre 2001.

Am 11. September 2001 erschütterten Terror-Anschläge in New York die ganze Welt. Auch der Tourismus veränderte sich danach für immer, islamische Länder verschwanden aus den Reise-Katalogen und galten gemeinhin als ,,Risikofaktor“.
Nicht erst seit Aladin wissen wir, dass der ,,Orient“ generell als romantisches, exotisches Reiseziel gilt. Doch die Anschläge ließen diese verklärte Einsicht in sich zusammen bröckeln, wie ein Kartenhaus vom Wind umgepustet wird.
Stattdessen behielten die Europäer einen feindseligen Eindruck, der sich aus abschreckenden Kriegsbilden und einer verfremdeten Kultur zusammen setzte, die wir nicht verstanden. Und deshalb auch ausgrenzten.

Doch für 2009 erwarten optimistische Kritiker einen Umschwung. Der Trend tendiert dahin, dass risikobehaftete Länder wieder stark im Kommen sind. Große Reiseanbieter bereiten sich schon auf diesen Ansturm vor und nehmen islamische Länder wieder in ihre Angebote mit auf. Libanon, Jemen, Oman, Jordanien oder Syrien – das alles sind Länder, die von uns im nächsten Jahr wieder stärker besucht werden.

Plötzlich ist das Fremde kein Risiko mehr – es ist exotisch und abenteuerlich. Und wie ich ja schon bereits berichtete, sind Abenteuer genauso im Trend. Wir sehnen uns nach frischen Wind in den Segeln, nach Aufbruch, nach einem neuen Leben. ,,Wann kommt die Flut?“ Singen ja auch schon Wolfsheim. Und Europa sucht nach einer Antwort. Dass wir dazu mittlerweile wieder beherzt in die Bresche springen, erfreut die touristische Branche natürlich ungemein.

Ich glaube übrigens, dass dieser Trend nicht deshalb entsteht, weil der 11. September 2001 so weit weg erscheint, sondern eigentlich viel mehr daraus, dass gerade das Risiko irgendwie in den Fingern juckt. Je ambivalenter etwas ist, desto interessanter wirkt es auf uns. Umso erstaunlicher finde ich, dass der Irak sich aus dieser Entwicklung ausschließen muss. Der ist nach wie vor ein gemiedenes Ziel, leider. Mal sehen, wie lange noch 😉 .

Ich wünsche allen Lesern einen guten Rutsch ins neue Jahr, lasst es an Silvester ordentlich krachen und viel Spaß beim Reisen ins neue Jahr! 😉

1 comment

  1. baier

    warum verbreitet der islam sich so aggressiv, wenn ich z.b. an berlin denke?
    die ausländischen islamisten haben sich den gesetzen des jeweiligen landes zu unterwerfen.
    und der 11. september ist überhaupt nicht vergessen.
    er ist synonym für die aggressivität grosser teile des islam