Reiseliteratur

Die Koffer sind fast gepackt. Eine Ecke, zwischen Sonnenbrille und Handtuch, ist noch frei. Vielleicht könnte man zur Abwechslung auch mal ein Buch mit reinpacken?

Auch wenn es dann wahrscheinlich doch unangerührt bleibt… Aber was liest sich denn gut auf Reisen? Meine Empfehlung: Nehmt doch mal ein Buch über das Reisen selber zur Hand. Dazu gebe ich euch einen kleinen Express-Einblick über mögliche Reise-Reise-Literatur, hoffentlich ist was für jeden Geschmack dabei!

Für die intensiven Reiseroutenplaner sind natürlich Reiseführer unabdinglich.
Je nach Geschmack kann man da auf den mehr kunsthistorischen Dorling Kindersley, den alternativen Lonely Planet oder doch den klassischen Baedecker zurückgreifen, um nur einige zu nennen.

Für die Fans des Adventure-Urlaubs gibt es eigentlich nur Reinhold Messner, z.B. „Der nackte Berg. Nanga Parbat – Bruder, Tod und Einsamkeit“. Mindestens genauso gut ist das „Survival-Lexikon“ von Rüdiger Nehberg als Alternative. Wer wollte nicht schon immer mal in einem Eissee baden…

Wer möglichst weit und lange weg auf Backpackingtour gehen möchte, der kann sich zwischen den Full-Moon-Partys mit Emily Barr und ihrem satirischen Roman „Backpack“ vergnügen. Auch William Sutcliffes ebenso unterhaltsamer Roman „Are you experienced“, der eine misslungene Backpackerreise nach Indien beschreibt, könnte nach einem Hangover wieder gute Laune machen.

Für alle Reiseidealisten empfiehlt sich der gute alte Bruce Chatwin: Reisen war für ihn das Leben, in seinen Büchern (z.B. „Traumpfade“) kommt er immer wieder darauf zurück, wie wichtig Veränderung und Beweglichkeit heutzutage sind: „ Des Menschen wahres Haus ist nicht das Haus, sondern der Weg, und das Leben selbst ist eine Reise, die zu Fuß zurückgelegt werden muß.“

Wer seine Reise philosophisch angehen möchte, kann sich entweder für „Die Kunst des Reisens“ von Alain DeBotton entscheiden oder auch für den populären und ständig die Bestsellerlisten besetzenden Roman von Harpe Kerkeling „Ich bin dann mal weg“. Im diesen Sinne verabschiede ich mich dann auch aus der heutigen Literaturzirkelrunde und freue mich schon, wenn es das nächste Mal heißt: „Ich packe meinen Koffer und nehme mit…“

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  1. Der Reisebericht schlechthin: Nicolas Bouvier, Die Erfahrung der Welt. Bouvier reiste in den 50er Jahren mit einem Kollegen von Belgrad durch die Türkei,Iran bis nach Afghanistan.